Willkommen

Wir sprechen uns aus

  • gegen die Bebauung des regionalen Grünzuges,
  • gegen die Versiegelung einer riesigen Fläche für Gebäude, Stellplätze und Zufahrten,
  • gegen eine absehbare Folgebebauung (Siedlungs‐ und Gewerbebebauung),
  • für die Erhaltung und Pflege der historischen Eichenallee,
  • für die Erweiterung der Klinik an ihrem bestehenden Standort in der Seefelder Ortsmitte,
  • für eine bessere Bürgerbeteiligung am Planungsprozess.

Die Unterschriftensammlung und die Online-Petition sind beendet, aber wir machen weiter! In Kürze starten wir ein Bürgerbegehren, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Wir halten Sie über unseren E-Mail-Verteiler gern auf dem Laufenden.

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Kein Krankenhaus an der Eichenallee in Seefeld!

Die Gemeinde Seefeld plant einen Neubau der Seefelder Klinik mit 120 Betten nordwestlich der Eichenallee (siehe Plan). In der Gemeinderatssitzung am 2.5.2017 wurden dafür konkrete Schritte eingeleitet: Es wurde dem Antrag zugestimmt, das zu bebauende Areal aus dem ökologisch wertvollen, regionalen Grünzug herauszunehmen – eine wesentliche Voraussetzung für die weitere Planung. Der Antrag wurde mehrheitlich gegen die Stimmen von Grünen und Teilen der SPD beschlossen.

Nun gilt es, diese zerstörerische Raumplanung zu verhindern.

Gute Gründe gegen einen Krankenhausneubau an der Eichenallee:

  • Die Eichenalleen von Delling nach Seefeld sowie von Seefeld nach Auing sind Teil des geschützten NATURA 2000 Gebietes (FFH = Flora-Fauna-Habitat) „Eichenalleen und Wälder um Meiling und Weßling“. Die Zufahrt zu einer Bebauung müsste durch das FFH-Gebiet erfolgen und stellt damit eine erhebliche Beeinträchtigung dar. Die über 250 Jahre alten Bäume sind ein wertvolles Naturerbe, um das uns ganz Bayern beneidet. Das dürfen wir nicht opfern!
  • Ein Neubau wäre frühestens in 6-7 Jahren bezugsfertig und hätte jahrelange, kostspielige Provisorien am alten Standort zur Folge, da Betten bereits vorher benötigt werden. Zudem bestehen Kostenrisiken aufgrund des feuchten Untergrunds an der Eichenallee. Das ist Steuerverschwendung!
  • Das Gebiet befindet sich in einem regionalen Grünzug, der sich von Herrsching über Weßling bis nach München erstreckt. Regionale Grünzüge erfüllen wichtige Funktionen z.B. als Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen, zur Frischluftversorgung und zur Naherholung (Quelle: Energieeffizienz in der Bauleitplanung – Handlungsempfehlungen für die Gemeinden des Landkreises Starnberg, Seite 16). Gerade das Gebiet, das nun bebaut werden soll , hat als „regionales und überörtliches Biotopsystem“ eine besondere Bedeutung. Weiterhin würde durch die Herausnahme dieses Gebietes aus dem Regionalplan der Region München die normalerweise geforderte minimale Breite von 1000 m unterschritten.
  • Ist die Herausnahme aus dem Grünzug einmal erfolgt, ist eine Folgebebauung absehbar. Insbesondere werden Forderungen laut werden, Patienten und Klinikbesuchern einen Blumenladen, eine Apotheke, einen Supermarkt und vieles mehr zu bieten. Damit würde ein neues Gewerbegebiet entstehen und langfristig das Aubachtal zwischen Hechendorf und Seefeld komplett zugebaut.
  • Die verkehrstechnische Erschließung wäre schwierig umzusetzen und würde vermutlich eine neue Ampel erfordern.
  • Das Ortsbild würde nachhaltig beschädigt.

LBV LogoAuch der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. (LBV) hat Einspruch gegen die Herausnahme der Fläche aus dem Regionalen Grünzug eingelegt.

Alternative: Erhalt und Erweiterung

Am bestehenden Standort in der Ortsmitte Seefelds stehen mit dem derzeitigen Parkplatz und Wiese gegenüber der Rosen-Apotheke geeignete Flächen für eine Erweiterung zur Verfügung.

  • Das Krankenhaus im Ortskern wurde 2013 aufwendig saniert. Eine aus betriebswirtschaftlichen Gründen geplante Bettenerweiterung könnte während des laufenden Betriebs erfolgen. Dies wäre vergleichsweise schnell und kostensparend umsetzbar.
  • Die bestehende Infrastruktur im Ortskern wie Apotheke, Blumenladen, Banken und Supermarkt kann von Patienten und Besuchern zu Fuß erreicht werden. Eine höhere Bettenanzahl würde diese Infrastruktur langfristig und nachhaltig stärken.

Berichterstattung in der Presse

Die Süddeutsche Zeitung und der Starnberger Merkur haben ausführlich über die Pläne und unseren Bürgerprotest berichtet. Alle Links und Kommentare finden Sie unter Aktuelles.

Weitere Schritte

Die Bürgerpetition und die Unterschriftenliste wurden am 30. Mai 2017 dem 2. Bürgermeister von Seefeld, Herrn Josef Schneider in Vertretung von Herrn Bürgermeister Gum übergeben. Herrn Landrat Karl Roth und Herrn Christian Breu, Geschäftsführer des regionalen Planungsverbandes München, wurden Kopien Logo Bund Naturschutz in Bayern e.V.der Unterschriftensammlung per Post übersandt. (Presseberichte dazu s. unter Aktuelles). Zur Zeit arbeiten wir zusammen mit dem Bund Naturschutz in Bayern e.V. an einem Bürgerbegehren für den Fall, dass die Gemeinde Seefeld die zerstörerische Raumplanung nicht zurücknimmt.

„Gegen den Krankenhausneubau? Was kann ich tun?“

  • Die Online‐Petition und die Unterschriftensammlung wurden beendet. In Kürze startet aber unser Bürgerbegehren!
  • In unsere E-Mail-Liste (siehe oben) eintragen, um die neusten Entwicklungen nicht zu verpassen.
  • Unsere Facebook-Seite liken und weiterempfehlen.
  • Zur Finanzierung des Bürgerbegehrens sind wir auf Spenden angewiesen, um beispielsweise Druck- und Portokosten zu decken. Wir haben dafür ein Spendenkonto eingerichtet:

    Empfänger: Bund Naturschutz in Bayern e.V.
    IBAN: DE47702501500430053165
    Stichwort: Aubachtal

    Spenden können selbstverständlich von der Steuer abgesetzt werden.

  • Für Ladenbesitzer, Praxen, Restaurants usw. in Seefeld, Hechendorf, Meiling, Drößling und Unering stellen wir Plakate im Format DIN A4 bereit, um Besucher auf die Planung aufmerksam zu machen. Bitte wenden Sie sich an uns oder laden Sie die Druckvorlage selbst herunter und drucken sie aus.
  • Weitersagen, was geplant ist, damit nicht still und heimlich Fakten geschaffen werden. Zusammen können wir etwas erreichen!

Die Natur in unserem Aubachtal ist ein wertvoller Schatz, den wir nicht aufs Spiel setzen dürfen!