Wir leben in einer wunderbaren Landschaft, die wir für uns und nachfolgende Generationen bewahren wollen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass dieser Schatz im Fokus unserer Gemeinde steht und als höchstes Gut betrachtet wird.
Die Landschaft rund um die Orte der Gemeinde Seefeld ist in erster Linie von Bauern geprägt worden, die im vorvorigen Jahrhundert durch die Gliederung in Acker-, Hecken- und Waldflächen erst die Vielfalt erzeugten, die wir heute genießen. Die so entstandene Kulturlandschaft schenkt uns heute Identität und Heimatempfinden, Erholung und Durchatmen. Jede und jeder hier kennt einen Ort in der Landschaft, der mit festen Erinnerungen verknüpft ist. Wir wollen dafür werben, dass uns a okay llen diese Landschaft bei unserem Handeln wieder mehr bewusst wird.
Menschenbedürfnisse müssen nicht gegen Landschaft und Natur stehen und Naturschutz gegen Bedürfnisse der Menschen. Wir möchten in Seefeld eine Besinnung auf die Kulturlandschaft als menschengemachten Schatz erreichen. Gerade diese Landschaft erfüllt uns ja als Menschen sehr viele Bedürfnisse. Sie ist unser Erbe, das wir für die nächsten Generationen erhalten wollen. Das muss bei jeder Entscheidung bedacht werden.
Innen verdichten. Außen Landschaft.
Bebauung ist notwendig für Wohnraum, Gewerbe und Straßen. Dabei möchten wir aber erreichen, dass zuerst eine Nachverdichtung innerorts stattfindet, bevor Flächen im Grünen neu versiegelt werden. Wir setzen uns dafür ein, dass gewerblicher Leerstand dokumentiert wird und es in der Gemeinde ein öffentliches Portal gibt, auf dem Gewerbeflächensuchende und Anbieter zusammenkommen. Gewerbeflächen sind nötig, die Nutzung muss jedoch langfristig und nachhaltig sein und unsere Ortskerne genauso wie die Landschaft erhalten. Dabei achten wir streng darauf, den Boden als unsere gemeinsame Ressource zu erhalten und nicht auf Kosten nachfolgender Generationen für kurzfristige Gemeindekassensanierungen immer wieder stückchenweise Ackerland in Gewerbe- und Wohnflächen umzuwandeln.
Wir wollen einen öffentlichen und verantwortungsvollen Umgang mit Landschaft und Boden!
Flächennutzungsänderungen müssen von den Bürgern gewollt und für die Allgemeinheit langfristig von Nutzen sein und dürfen nicht kurzfristig das Bedürfnis Einzelner stillen, die ihren Einfluss geltend machen.
Ein klares NEIN! Zur Erweiterung des Gewerbegebietes am Jahnweg.
Hier erwarb die Gemeinde bereits unter dem alten Bürgermeister für viel zu viel Geld Flächen in einem ökologisch sehr sensiblen Bereich. Es handelt sich um eine Moorfläche, angrenzend an ein europaweit geschütztes Biotop, das zum Teil im Landschaftsschutzgebiet liegt. Die Fläche bildet eine wichtige Pufferzone zwischen Siedlungsgebiet und Naturraum. Nur um die überteuerten Kosten des damaligen Erwerbs zu rechtfertigen, wurde aktuell im Gemeinderat beschlossen, erneut viel Geld auszugeben, um weitere Flächen dazuzukaufen. Die Erschließung wird weitere Summen verschlingen, wobei noch vollkommen ungeklärt ist, wie der zu erwartende Verkehr über die einspurige Mühlbachstraße erfolgen soll. Eine Erweiterung ist hier nicht möglich, da angrenzend FFH-Gebiete liegen, die nicht angetastet werden dürfen. Ob aus diesem riesigen finanziellen Aufwand in der Zukunft überhaupt mehr als ein bloßer Rückfluss der bis dahin aufgewendeten Kosten generiert werden kann, ist dabei höchst fraglich. Es ist unklar, ob aus dieser Fläche überhaupt dauerhafte nennenswerte Erträge erwirtschaftet werden können oder ob nicht letztendlich nur einzelne Teilstücke weiterverkauft werden, die nur kurzfristig die Gemeindekasse etwas füllen. Einen langfristigen Investitionsplan mit erwarteten Einkünften hat die Gemeinde hierzu nicht vorgelegt.
Wir stellen mit aller Deutlichkeit klar: Hier wurden vom alten Gemeinderat und Bürgermeister öffentliche Gelder für eine Fläche ausgegeben, die nicht als Bauland geeignet ist, deren Nutzung und finanzieller Ertrag höchst zweifelhaft ist und die auf Moorboden in sensiblem, ökologischem Bereich liegt. Diese Pläne weiterzuverfolgen und weitere öffentliche Gelder auszugeben, nur um die Investition nachträglich zu rechtfertigen, ist ein unverantwortlicher Umgang mit öffentlichen Geldern und ein Verstoß gegen die Leitlinien des Ortsentwicklungskonzepts.
Ein klares JA! zum Schutz des Aubachtals.
Statt noch mehr Gelder für die Fläche auszugeben, könnte man das Gebiet renaturieren, eine Wiedervernässung anstreben und dafür ökologische Ausgleichszahlungen erhalten. Auch eine langfristige Nutzung durch die Gemeinde selbst soll geprüft werden.
Zusammenhängende Grünzüge, wie das Aubachtal, haben klimatisch auch für Nachbargemeinden und die Stadt München eine besondere Bedeutung und müssen erhalten werden. Ebenso sollen die letzten Moorflächen geschützt werden. Wir setzen uns für eine Wiedervernässung von ehemaligen Moorflächen in der Gemeinde ein.
JA! zu Gewerbeverdichtung an geeigneter Stelle.
Und ja zu gezielter Ansiedlung von Gewerbe, das zum Ort passt und auch langfristige Einnahmen für die Gemeinde generiert.
Mehr Informationen zum Jahnweg
Landwirtschaftliche Flächen sind für unsere Ernährung essentiell, sie prägen unser Landschaftsbild und unsere Kultur. Deshalb setzen wir uns dafür ein, sie vor Bebauung zu schützen.
Lasst uns gemeinsam, maßvoll und wertschätzend mit der Landschaft umgehen!
Flächensparziel einhalten.
Wir wollen das im bayerischen Koalitionsvertrag festgelegte Flächensparziel einhalten. Das bedeutet für Seefeld etwa eine maximale Inanspruchnahme von 0,9 Hektar pro Jahr. Allein die geplante Versiegelung am Jahnweg verbraucht über 4 Hektar.
Es ist eine Bilanzierung des Flächenverbrauchs in Seefeld nötig. Diese soll öffentlich für alle einfach einsehbar sein.
