Gemeinderatssitzung vom 21.4.2026

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Die Tagesordnung war recht voll, auch wenn die Themen nicht so furchtbar spannend waren. Es ging überwiegend allerdings um Projekte, die sich in den letzten Jahren Schritt für Schritt entwickelt hatten, und so machte es Sinn, dass sich der „alte“ Rat noch einmal damit befassen konnte.

Der Gemeinderat hat einen vor Entwurf zur Bebauungsplan- und Flächennutzungsplanänderung am Gut Delling gebilligt. Hier geht es um eine Straßenverlegung, um die Anlieferzone für das dortige Gewerbe zu optimieren, zu erweitern und damit den Standort zu sichern. Dazu ist eine Flächenentnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet nötig, im geringen Umfang. Die Eichenallee ist davon nicht betroffen. Diesen Bebauungsplan hatten wir schon mehrfach im Gremium. Die Flächen gehören der Landeshauptstadt München und müssen angekauft werden, die alte Straße soll nach Plan entsiegelt werden und als Ausgleichsfläche dienen. Die Umwelt- und Artenschutzprüfungen offenbaren aktuell keine Hindernisse. Bezüglich der ansässigen Vogelarten ist sie noch nicht ganz abgeschlossen.

Herr Rogorsch vom SeeKU war anwesend und informierte uns über den aktuellen Planungs- und Kostenstand für das soziale Wohnbau-Projekt in der Stampfgasse in Oberalting. Das Projekt wird aktuell mit einem Gesamtvolumen von 7,7 Millionen € für die Gemeinde berechnet. Ziel ist dabei, eine Kaltmiete von 13 € pro m² zu garantieren – was gemeinhin als noch sozialverträglich eingestuft wird. Das SeeKU möchte hier scheibchenweise vorgehen bei der Umsetzung, um die Entstehung der tatsächlich anfallenden Kosten besser steuern und abdecken zu können. Hierfür sind nun Ausschreibungen für die verschiedenen Gewerke geplant, um etwa 70-80 % der Gesamtkosten zu fixieren. Wir haben als Gremium nun konkret über einen Antrag zur Aufnahme in die bayerische Wohnbauförderung abgestimmt (positiv), um Fördermittel des Staates abrufen zu können. Ein Bewilligungsbescheid seitens des Landes Bayern wird etwa für Januar 2027 erwartet. Aktuell größtes Problem für die Umsetzung für uns ist die Entwicklung der Zinskosten, denn natürlich muss die Gemeinde ähnlich wie beim Projekt in der Spitzstraße Hechendorf Kredite aufnehmen. Neu ist, dass nun final alle drei geplanten Gebäude von der Gemeinde selber entwickelt werden sollen, und nicht wie ursprünglich geplant, ein Gebäudeteil an einen externen Projektplaner veräußert werden soll. Herr Rogorsch argumentierte, dass die Veräußerung aufgrund der schlechten Grundstückslage im Ort wirtschaftlich uninteressant wäre. Für die Gemeinde ist das – glaube ich – dennoch gut, denn so entsteht mehr erschwinglicher Wohnraum.

Für die Bebauungspläne „Wörthseeufer Nord“ und „Wörthseeufer Süd“ haben wir einen Satzungsbeschluss erlassen – nach Jahren der fortlaufenden Planung! Für den Teil Nord muss zur Inkraftsetzung allerdings erst eine Entnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet (bereits bestehender Wohnbebauungsflächen) vollzogen werden, damit er gültig werden kann.

Für die Roseggerstraße in Seefeld wurden Kanal-Baumaßnahmen bewilligt. Ein Novum ist die geplante Einführung einer Gebührensatzung für die Tagwasser-Einleitung zum 1.1.2027. Die Einnahmen hieraus sollen als Gegenfinanzierung des Projekts dienen, die heuer mit Kosten von 775.000 € im Haushalt veranschlagt sind. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf über 1,1 Millionen €. Im Zuge der Arbeiten wird auch die AWA aktiv und soll neue Wasserleitungen verlegen. Das führt zu einer Kostenersparnis und Begrenzung der Baustellenzeiten.

Wir haben einen Nachtrag zu den Straßenbaumaßnahmen für die Drößlinger Ortsdurchfahrt abgesegnet, in Höhe von 10.000 €.

Sonstiges:
Hier war die Querungs-Hilfe der Ortsausfahrt Hechendorf Richtung Seefeld ein Thema. Wer sie kennt, weiß, wie unwohl man sich hier fühlt als Fahrradfahrer oder Fußgänger. Hauptsächlich wegen der fehlenden Einsicht in die Kurve aufgrund der Heckenhöhe. Nun wird geprüft, was hier getan werden kann.

Für die Seefelder interessant zu wissen: bei den Bauarbeiten an den Meisterwiesen handelt es sich um Abwasserkanal-Renovierungen seitens der AWA und Glasfaser-Verlegungen.

Schließlich wurden die scheidenden Gemeinderatsmitglieder verabschiedet. Insgesamt werden acht Stühle neu besetzt! Einige sehr altgediente Exemplare sind darunter. Vorneweg zu nennen, aufgrund ihres starken Engagements in sehr, sehr vielen Bereichen, ist Johanna Senft, die seit 2009 dem Gremium angehörte. Sepp Schneider wurde nach 25 Jahren verabschiedet! Und auch Martin Dameris absolvierte insgesamt drei Wahlperioden, Sonja Hoppe sagt nach zwei Wahlperioden Servus. Die anderen „Schnupperkursler“, wie Klaus Kögel sie nannte 😉 machen nach 1x Schluss: Nick Rathert, Claudia Winter, Stefan Kalski und meine Wenigkeit.

Und so darf ich mich ab sofort als Politikrentner bezeichnen! 😉

Recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit – auf Wiedersehen! Es war mir eine Ehre.

Dennis Weber