Gemeinderatssitzung vom 20.1.2026

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Im Bauausschuss wurde ein Freiflächen-Photovoltaik-Projekt in Hechendorf, nördlich des Schafhofs Bönsch vorgestellt und gegen eine FWG-Stimme befürwortet. Es ist eine Agri-PV-Anlage, die eine Acker-Bewirtschaftung weiterhin ermöglicht. Die schwenkbaren PV-Module werden mit einem Reihenabstand von 12 m auf Ständern mit 2,56 m Höhe montiert. Für uns ein wünschenswertes Projekt, das zudem im Landschaftsbild relativ wenig auffällt.

Kontrovers wurde ein Bauantrag zur Errichtung von drei Doppelhäusern in der Mühlbachstraße diskutiert. Die Firma Schlecht war aufgrund des Eigeninteresses (Die Fläche wird derzeit als Holzlagerfläche genutzt.) mit der ganzen Belegschaft im Zuschauerraum angetreten. Aus unserer Sicht problematisch war, dass der betreffende Bebauungsplan noch im Aufstellungsprozess begriffen ist. Damit könnten Festsetzungen des Bebauungsplans wirkungslos bleiben. Der Antrag wurde an den Gemeinderat verwiesen, der sich am 3.2.2026 in einer Sondersitzung mit dem Thema befassen wird.

Grundberg-Bahnunterführung

Im Gemeinderat ging es um die geplante Erneuerung der baufälligen Bahnüberführung am Grundberg. Vertreter der Bahn erläuterten verschiedene Varianten und deren finanziellen Auswirkungen auf die Gemeinde. Die ursprünglich von der Gemeinde gewünschten Dimensionen einer lichten Höhe von 4,50 m und einer Fahrbahnbreite von 5,55 m plus einseitigem Gehweg mit 2 m Breite ließen sich weder technich noch wirtschaftlich umsetzen. Als Alternative wurde eine Variante mit einer Gehwegbreite von 1,50 m an der engsten Stelle untersucht. Auch für diese abgespeckte Variante kommen auf die Gemeinde Kosten von ca. 926.000 € zu. In der Diskussion ging es vorwiegend um die Kostenaufteilung mit der Bahn, die von einigen als unfair empfunden wurde. Da ist aber aufgrund des Eisenbahn-Kreuzungsgesetzes wenig zu machen. Für die Baustelle muss die Straße für etwa ein Jahr voll gesperrt werden. Die Bahnstrecke nach Herrsching wird nur in zwei 2-3 Tage dauernden Sperrpausen unterbrochen. Das Projekt wurde letztlich einstimmig durchgewunken, da es keine sinnvolle Alternative gibt.

Bebauungspläne in Hechendorf

Die Bebauungspläne Beermahd Nord und Güntering wurden final beschlossen. In der Beermahd dreht es sich um Flexibilisierungen u.a. zur Nutzung von Dachgeschossen und damit der Schaffung von neuem Wohnraum. Bei „Güntering” geht es um die Bebauung der im Innenbereich liegenden Fläche zwischen Günteringer Str., Leitenhöhe und Hochleiten. Das Maß der baulichen Nutzung wurde dabei auf das der Umgebung angehoben.

Regionalplan für Windenergie

Der Regionale Planungsverband München hat eine Neufassung der ausgewiesenen Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Windenergie auf den Weg gebracht. Dabei wurden sämtliche vorher ausgewiesenen Flächen im Seefelder Gemeindegebiet gestrichen – hauptsächlich aufgrund der bereits bekannten luftfahrtrechtlichen Höhenbeschränkungen. Es wurde eine Stellungnahme verabschiedet, die zumindestens Vorbehaltsgebiete vorschlägt, sollte eines Tages die luftfahrtrechtliche Beschränkung fallen.

Ganztagsbetreuung: Kooperation mit Herrsching

Für die Kinder-Ferienbetreuung, die im nächsten Schuljahr im Rahmen des Anspruchs auf Ganztagsbetreuung kommen wird, wurde eine Kooperation mit der Nachbargemeinde Herrsching abgeschlossen. Solche Zweckvereinbarungen sind sinnvoll und können Kosten sparen.

Sonstiges

Frau Senft beanstandete, dass Bürgermeister Kögel bei einer CSU-Veranstaltung das Gemeindepult mit Wappen verwendet hat und dass der Sitzungssaal für CSU-Parteiveranstaltungen genutzt wurde.
Wir fragten nach, warum der 928er Bus in Hechendorf auf Höhe „In der Au“ minutenlang mit laufendem Motor auf den Bus der Gegenrichtung wartet. Eine Anwohnerin hatte uns auf dieses Problem hingewiesen. Die Verwaltung wird das klären.
Ortwin Gentz