Edeka-Chefin warnt vor Umsatz-Einbußen

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Hanna von Prittwitz, Starnberger Merkur vom 17.9.2026:

Kürschner-Kloiber [Eigentümerin des Edeka-Gebäudes in Seefeld] erinnerte an ein damaliges Versprechen der Gemeinde, dass im näheren Umkreis kein weiterer Supermarkt auf der grünen Wiese entstehen werde.

„Ich sehe es als ernsthafte Bedrohung für den Edeka in Seefeld. Wie wollen Sie verhindern, dass dieser schließt?“, wollte Kürschner-Kloiber wissen.

Nach Michaela Kürschner-Kloiber ergriff Katharina Grosjean das Wort. Sie leitet den Supermarkt seit April mit rund 30 Angestellten, ihre Schwester Yvonne ist Prokuristin. Am 24. März habe sie Klaus Kögel aufgesucht, gemeinsam mit einem Vertreter von Edeka Expansion. „Wir haben vorgeschlagen, die Fläche von Herrn Ginder (kleiner Lebensmittelmarkt in Hechendorf, Anm. d. Red.) zu übernehmen“, sagte sie. „Ich betrachte die Gefahr als sehr groß, dass wir bei einem Neubau eines Supermarkts in Hechendorf 30 Prozent an Umsatz verlieren.“ Und das sei nicht zu verkraften. Sie frage sich: „Warum wird die Gefahr eingegangen, dass der Supermarkt in Seefeld schließt, wenn wir den bestehenden in Hechendorf betreiben können?“

Leider wurde der Gemeinderat über diese Gespräche bisher nicht unterrichtet, obwohl es bereits mehrfach um das Thema ging. Ich finde die Idee aber sehr charmant. Sie bietet die Chance einer relativ nahtlosen weiteren Nahversorgung der Hechendorfer Bevölkerung.

Denn der bestehende Ginder-Supermarkt wird zum Ende Oktober schließen. Bis ein neuer Supermarkt am Oberfeld die Pforten öffnet, würden dagegen mindestens 1-2 Jahre vergehen.

Ortwin Gentz